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Was verdient man auf OnlyFans: Durchschnitt, Netto in Deutschland und was wirklich bleibt.

Was verdient man auf OnlyFans? Rund 1.250 $ pro Konto und Jahr im Schnitt. Netto-Rechnung 2026 für 1.000, 3.000 und 10.000 $ im Monat in Deutschland.

Von Olivier MaciejewskiAktualisiert am 26. September 202611 Min. Lesezeit
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Das Wichtigste
  • Auf die Zahl der Konten umgerechnet ergeben die Auszahlungen von OnlyFans ein Durchschnittseinkommen von rund 1.250 $ pro Creator-Konto und Jahr (Geschäftsjahr 2024); einen Median veröffentlicht die Plattform nicht, und die Verteilung ist sehr ungleich.
  • Von jedem Dollar, den ein Fan ausgibt, behält OnlyFans 20 %; eine Agentur nimmt vom Rest meist 30 bis 50 %.
  • In Deutschland frisst die Kranken- und Pflegeversicherung bei Selbständigen oft mehr als die Einkommensteuer: 2026 mindestens rund 278 € im Monat, auch bei kleinen Einnahmen.
  • Bei 3.000 $ Fan-Ausgaben im Monat bleiben ohne Agentur etwa 1.510 € netto im Monat, mit einer Agentur zu 40 % etwa 960 €, weil die Provision als Betriebsausgabe abgezogen wird.
  • Das Netto schrumpft weniger durch Steuersätze als durch Fehler: keine Rücklagen für Vorauszahlungen, unterschätzte Krankenversicherung, Geld, das über das Konto der Agentur läuft.

Rechtslage und Zahlen geprüft am 26. September 2026. Die Quellen finden Sie am Ende des Artikels.

Was verdient man auf OnlyFans? Im Durchschnitt rund 1.250 US-Dollar pro Jahr und Creator-Konto, also gut 100 Dollar im Monat, wenn man das, was OnlyFans im Geschäftsjahr 2024 an Creator ausgezahlt hat, durch die Zahl der Konten teilt. Diese Zahl ist richtig und fast nutzlos: Die Verteilung ist extrem ungleich, ein Median wird nirgends veröffentlicht, und OnlyFans-Einnahmen sind kein Gehalt. Zwischen dem, was ein Fan ausgibt, und dem, was auf Ihrem Privatkonto ankommt, liegen die Provision der Plattform, oft die einer Agentur, dann Kranken- und Pflegeversicherung und Einkommensteuer. Dieser Leitfaden rechnet für Deutschland durch, was bei 1.000, 3.000 und 10.000 Dollar im Monat bleibt, mit den Werten für 2026 und offen genannten Annahmen, und zeigt die Fehler, die das Netto schrumpfen lassen.

Wie viel verdient ein OnlyFans-Creator im Durchschnitt?

Die einzige amtliche Quelle ist der Jahresabschluss von Fenix International Limited, der britischen Betreibergesellschaft von OnlyFans, die ihre Zahlen jährlich beim britischen Handelsregister einreicht. Für das am 30. November 2024 endende Geschäftsjahr weist er aus:

  • 7,22 Mrd. US-Dollar Bruttozahlungen der Fans;
  • 5,80 Mrd. US-Dollar Auszahlungen an Creator;
  • 4,63 Mio. Creator-Konten und 377,5 Mio. Fan-Konten.

Teilt man die Auszahlungen durch die Zahl der Konten, ergibt sich ein Durchschnitt von rund 1.250 $ pro Creator-Konto und Jahr, also 104 $ im Monat. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 2025 lag bei Veröffentlichung dieses Beitrags noch nicht beim britischen Register vor; wir aktualisieren die Zahlen, sobald er eingereicht ist.

Zwei Gründe machen diesen Durchschnitt zu einer irreführenden Kennzahl. Erstens ist ein „Creator-Konto“ kein aktiver Creator: Viele Konten werden eröffnet, ausprobiert und aufgegeben, und sie ziehen den Durchschnitt nach unten. Zweitens, in die andere Richtung, vereint eine kleine Minderheit von Konten einen erheblichen Teil der Auszahlungen auf sich und zieht ihn nach oben. OnlyFans veröffentlicht weder einen Median noch eine Verteilung nach Einkommensklassen. Die „Durchschnittsgehälter“, die in sozialen Netzwerken kursieren, beruhen auf keinen überprüfbaren amtlichen Daten; sicher ist nur, dass der Median bei einer so konzentrierten Verteilung sehr wahrscheinlich deutlich unter dem Durchschnitt liegt.

Die praktische Folgerung ist einfach: Auf OnlyFans hängt das Einkommen von dem Publikum ab, das Sie von Instagram, TikTok, X oder Reddit mitbringen, nicht von der Plattform selbst. Wie das Modell funktioniert, erklärt unser Beitrag Wie funktioniert OnlyFans?.

Wie viel nimmt OnlyFans, und wie viel eine Agentur?

Von jeder Zahlung eines Fans behält OnlyFans 20 % und zahlt 80 % an den Creator aus. Der Satz ist bei Abos, Bezahlinhalten (PPV), Trinkgeldern und bezahlten Nachrichten derselbe, und die Einnahmen werden in US-Dollar geführt. Für 3.000 $, die Ihre Fans ausgeben, schreibt die Plattform Ihnen also 2.400 $ gut.

Arbeiten Sie mit einer Agentur, kommt deren Provision danach. Die häufigsten Sätze liegen bei 30 bis 50 %, meist berechnet auf die 80 %, die die Plattform auszahlt. Drei Vertragspunkte verändern das Ergebnis stärker als der angegebene Satz:

  1. Die Bemessungsgrundlage: Provision auf die Nettoeinnahmen nach Plattform oder auf die Bruttozahlungen der Fans? Auf 2.400 $ netto sind 40 % 960 $; auf 3.000 $ brutto sind es 1.200 $.
  2. Der Geldfluss: Das Geld muss auf Ihrem Konto ankommen, und die Agentur stellt Ihnen ihren Anteil in Rechnung. Wenn die Agentur kassiert und Ihnen den Rest überweist, verlieren Sie die Kontrolle über Ihre Einnahmen, und im Streitfall haben Sie nichts in der Hand.
  3. Weiterberechnete Kosten: Chatter, Werbung, Tools, Shootings. 30 % Provision plus separat weiterberechnete Kosten können teurer sein als 40 % inklusive allem.

Unser Beitrag zu den Klauseln im Agenturvertrag zeigt, was Sie vor der Unterschrift verlangen sollten.

OnlyFans-Gehalt: Was bleibt nach Krankenversicherung und Steuern?

Hier die Rechnung für eine Creatorin mit Einzelunternehmen in Deutschland, nach den Regeln aus unserem Leitfaden OnlyFans-Einnahmen versteuern: Gewerbe, Gewinnermittlung, Einkommensteuer, gegebenenfalls Gewerbesteuer.

Annahmen:

  • Wechselkurs 1 $ = 0,86 € (EZB-Referenzkurs vom 11. September 2026: 1 € = 1,1592 $), für das ganze Jahr angewandt.
  • Hauptberuflich selbständig, freiwillig gesetzlich krankenversichert ohne Krankengeldanspruch: ermäßigter Beitragssatz 14,0 % plus durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 %, dazu Pflegeversicherung 4,2 % (3,6 % plus 0,6 Prozentpunkte Zuschlag für Kinderlose ab 23), zusammen 21,1 % des Gewinns; mindestens auf 1.318,33 € im Monat, höchstens auf 69.750 € im Jahr.
  • Einkommensteuer nach dem Tarif 2026 (§ 32a EStG), ledig, keine anderen Einkünfte, keine Kirchensteuer; Kranken- und Pflegebeiträge als Sonderausgaben abgezogen. Solidaritätszuschlag fällt in allen Fällen nicht an (Freigrenze 20.350 € Einkommensteuer).
  • Gewerbesteuer mit einem Hebesatz von 400 %, nach dem Freibetrag von 24.500 €; sie wird bei diesem Hebesatz vollständig auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 35 EStG).
  • Keine Kosten und keine Altersvorsorge eingerechnet, außer in der letzten Spalte: eine Agenturprovision von 40 % der Auszahlungen der Plattform, als Betriebsausgabe abgezogen.
Ausgaben der FansAuszahlung OnlyFans (80 %)JahreseinnahmenKranken- und PflegeversicherungEinkommen- und GewerbesteuerNetto pro MonatNetto pro Monat mit Agentur zu 40 %
1.000 $/Monat800 $/Monat8.256 €3.338 € (Mindestbeitrag)0 €410 €135 €
3.000 $/Monat2.400 $/Monat24.768 €5.226 €1.457 €1.507 €960 €
10.000 $/Monat8.000 $/Monat82.560 €14.717 € (Höchstbeitrag)17.365 €4.206 €2.680 €

So lesen Sie die Tabelle: Bei 3.000 $ Fan-Ausgaben im Monat, also rund 2.580 €, bleiben Ihnen ohne Agentur etwa 1.510 € im Monat, mit einer Agentur zu 40 % etwa 960 €. Bei 10.000 $ greift die Einkommensteuer spürbar: Von 17.365 € Steuerlast sind 8.120 € Gewerbesteuer, die bei einem Hebesatz von 400 % vollständig auf die Einkommensteuer angerechnet werden; die Gesamtbelastung bleibt gleich, sie verteilt sich nur auf zwei Bescheide.

Diese Zahlen sind Größenordnungen, keine persönliche Berechnung: Eine Ehe, Kinder, ein Angestelltengehalt daneben, eine private Krankenversicherung, ein anderer Hebesatz oder ein anderer Wechselkurs verändern das Ergebnis. Sie dienen dazu, die Verhältnisse zu verstehen, nicht dazu, eine Steuererklärung auszufüllen.

Mit Agentur: warum die Provision abziehbar ist und trotzdem wehtut

In Deutschland wird der Gewinn versteuert, nicht der Umsatz. Die Provision einer Agentur ist eine Betriebsausgabe: Sie senkt die Einkommensteuer, die Gewerbesteuer und, solange Sie über dem Mindestbeitrag liegen, auch die Krankenversicherung. Bei 10.000 $ im Monat behält die Agentur 33.024 € im Jahr, Ihr Gewinn sinkt auf 49.536 €, und die Steuerlast fällt von 17.365 € auf 6.920 €. Die Agentur kostet Sie also nicht die vollen 33.024 €, sondern netto rund 18.300 €.

Die unterste Zeile zeigt die Kehrseite. Bei 1.000 $ im Monat bleiben mit Agentur nur 135 € im Monat, weil die Krankenversicherung nicht mit sinkt: Der Mindestbeitrag von rund 278 € im Monat ist fällig, egal wie wenig übrig bleibt. Eine Agentur zu 40 % rechnet sich für Sie nur, wenn sie Ihre Einnahmen deutlich mehr als verdoppelt.

Voraussetzung für den Abzug ist, dass die Provision auf einem schriftlichen Vertrag beruht und mit einer ordentlichen Rechnung belegt ist. Eine Agentur, die „ihren Anteil“ ohne Rechnung einbehält, nimmt Ihnen neben dem Geld auch den Beleg. Ab welchem Gewinn eine GmbH günstiger wird, zeigt unser Vergleich Einzelunternehmen oder GmbH.

Krankenversicherung und Vorauszahlungen: die Posten, die fast alle unterschätzen

Die Tabelle zeigt, was viele Creatorinnen erst mit dem ersten Beitragsbescheid erfahren: Wer hauptberuflich selbständig ist, trägt die Kranken- und Pflegeversicherung allein. Bei freiwillig gesetzlich Versicherten bemisst die Krankenkasse die Beiträge nach dem Gewinn laut Einkommensteuerbescheid, zunächst vorläufig, und rechnet später nach. Wer keine Nachweise vorlegt, wird auf Grundlage der Beitragsbemessungsgrenze eingestuft, also mit dem Höchstbeitrag.

Anders sieht es aus, wenn Sie daneben angestellt und darüber pflichtversichert sind oder unter engen Einkommensgrenzen familienversichert bleiben: Dann kann die Rechnung deutlich günstiger ausfallen. Klären Sie das mit Ihrer Krankenkasse, bevor die ersten Auszahlungen kommen, nicht erst, wenn eine Nachforderung eintrifft.

Die zweite Überraschung sind die Einkommensteuer-Vorauszahlungen. Nach der ersten Steuererklärung setzt das Finanzamt vierteljährliche Vorauszahlungen für das laufende Jahr fest (§ 37 EStG), zusätzlich zur Nachzahlung für das Vorjahr. In diesem Jahr zahlen Sie dann doppelt: für das vergangene und für das laufende Jahr. Überweisen Sie deshalb von jeder Auszahlung einen festen Anteil auf ein getrenntes Konto, am selben Tag, nicht am Jahresende.

Die Umsatzsteuer spielt bei OnlyFans dagegen meist keine Rolle: Umsatzsteuerlich verkauft die Plattform an den Fan, und Ihre Leistung an eine Plattform in Großbritannien ist in Deutschland in der Regel nicht steuerbar.

Woher das Geld kommt: Abos, PPV, Trinkgelder, Nachrichten

Ein OnlyFans-Konto verdient über vier Kanäle, alle mit denselben 20 %:

  • Das Monatsabo, dessen Preis Sie festlegen. Es ist die regelmäßigste Einnahme, bei erfolgreichen Konten aber selten die größte.
  • Bezahlinhalte (PPV), einzeln verkauft auf der Pinnwand oder per Nachricht. Hier entsteht oft der Großteil des Umsatzes, weshalb viele Konten ein kostenloses Abo anbieten.
  • Trinkgelder, die Fans freiwillig geben.
  • Bezahlte Nachrichten und Inhalte auf Anfrage, die auf dem Gespräch beruhen, also auf Ihrer Zeit oder auf Chattern.

Keine amtliche Statistik schlüsselt die Einnahmen nach diesen Kanälen auf. Wichtig ist vor allem: Je stärker Ihr Einkommen von Nachrichten abhängt, desto stärker hängt es von der Person ab, die in Ihrem Namen schreibt. Das ist das Kerngeschäft der Agenturen und der Grund, warum der Vertrag, der diese Arbeit regelt, so viel zählt wie der Provisionssatz.

Die Fehler, die das Netto schrumpfen lassen

Fan-Ausgaben und Verdienst verwechseln. Die Zahl auf Screenshots ist oft das, was die Fans bezahlt haben. Ziehen Sie 20 % ab, dann die Agentur, dann Krankenversicherung und Steuern: Die letzte Zahl bezahlt Ihre Miete.

Die Krankenversicherung vergessen. Sie ist bei kleinen und mittleren Einnahmen der größte Abzug, und sie wird nachberechnet, wenn der Steuerbescheid kommt.

Nichts zurücklegen. Nachzahlung und Vorauszahlungen kommen im selben Jahr. Legen Sie von jeder Auszahlung einen festen Anteil zur Seite, am besten auf einem eigenen Konto.

Wechselkurs und Auszahlungsgebühren übersehen. Ihre Einnahmen sind in Dollar, Ihre Kosten in Euro. Der Kurs Ihrer Bank oder Ihres Zahlungsdienstleisters und seine Gebühren wirken sich auf das Netto aus; unser Vergleich der OnlyFans-Auszahlungen hilft bei der Wahl.

Die Agentur kassieren lassen. Läuft das Geld über das Konto der Agentur, versteuern Sie Beträge, die Sie nicht kontrollieren, und hängen für Ihre Bezahlung von ihrem guten Willen ab.

Ohne Rechnung zahlen. Eine Provision ohne Vertrag und Rechnung ist schwer abziehbar und im Streitfall kaum zu belegen.

Was wir in der Praxis sehen

Die Creatorinnen, die uns ansprechen, haben fast nie ein Umsatzproblem. Sie haben ein Strukturproblem: ein Gewerbe, das am Anfang angemeldet und nie überprüft wurde, eine Agentur ohne Rechnung, eine Krankenversicherung, die mit dem ersten Bescheid nachfordert, und das Gefühl, viel zu verdienen, während sie Geld ausgeben, das nicht ihnen gehörte. Derselbe Umsatz kann je nach Status, Vertrag und Disziplin bei den Rücklagen das Einfache oder das Doppelte übrig lassen. Das sind drei Entscheidungen, die man einmal trifft, mit den richtigen Zahlen; auf der Seite für Creatorinnen und Creator steht, wie wir diese Bestandsaufnahme mit Ihnen machen. Die Steuerberatung im engeren Sinn übernimmt ein Steuerberater, mit dem wir zusammenarbeiten.

Häufige Fragen

Wie viel verdient ein OnlyFans-Creator im Durchschnitt?
Die einzigen amtlichen Zahlen stammen aus dem Jahresabschluss von Fenix International, der Betreibergesellschaft von OnlyFans. Im Geschäftsjahr bis 30. November 2024 zahlte sie 5,80 Mrd. US-Dollar an Creator aus, bei 4,63 Mio. Creator-Konten: rund 1.250 $ pro Konto und Jahr, also 104 $ im Monat. Dieser Durchschnitt enthält inaktive Konten und verdeckt eine stark konzentrierte Verteilung: Er sagt nicht, was ein typischer Creator verdient.
Was ist das mittlere Einkommen auf OnlyFans?
OnlyFans veröffentlicht weder einen Median noch eine Verteilung der Einnahmen pro Creator. Die Zahlen, die in sozialen Netzwerken kursieren, beruhen auf keinen überprüfbaren amtlichen Daten. Sagen lässt sich nur, dass bei einer so ungleichen Verteilung der Median sehr wahrscheinlich deutlich unter dem Durchschnitt liegt.
Wie viel Provision nimmt OnlyFans?
OnlyFans behält 20 % jeder Zahlung eines Fans und zahlt 80 % an den Creator aus, bei Abos, Bezahlinhalten (PPV), Trinkgeldern und bezahlten Nachrichten gleichermaßen. Die Einnahmen werden in US-Dollar geführt. Arbeiten Sie mit einer Agentur, kommt deren Provision hinzu, meist berechnet auf die 80 %, die die Plattform auszahlt.
Wie viel bleibt von 1.000 € OnlyFans-Einnahmen in Deutschland?
Das hängt vor allem von der Krankenversicherung ab. Als hauptberuflich Selbständige in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Sie 2026 ohne Krankengeldanspruch rund 21,1 % Kranken- und Pflegeversicherung (bei durchschnittlichem Zusatzbeitrag und ohne Kinder), mindestens aber rund 278 € im Monat. Einkommensteuer fällt erst an, wenn das zu versteuernde Einkommen über dem Grundfreibetrag von 12.348 € liegt. Bei 1.000 € Gewinn im Monat greift der Mindestbeitrag, Einkommensteuer fällt nicht an, und es bleiben rund 720 €, vor Kosten.
Kann ich die Provision der Agentur von der Steuer absetzen?
Ja. In Deutschland wird der Gewinn versteuert, also Einnahmen minus Betriebsausgaben, und die Provision einer Agentur ist eine Betriebsausgabe, wenn sie auf einem Vertrag beruht und belegt ist. Sie senkt Einkommensteuer, Gewerbesteuer und, oberhalb des Mindestbeitrags, auch die Krankenversicherung. Voraussetzung ist eine ordentliche Rechnung der Agentur.
Olivier Maciejewski, Gründer von OFM Legal
Ihr AnsprechpartnerOlivier MaciejewskiGründer von OFM Legal · Ehemaliger internationaler Wirtschaftsanwalt (HEC Paris, Arendt, Clifford Chance) · Offizieller Partner von MYMSein Werdegang Aktualisiert am 26. September 2026

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung zu Ihrer konkreten Situation. OFM Legal ist keine Rechtsanwaltskanzlei: Rechtsdienstleistungen und Vertretung vor Gericht übernehmen unsere Partneranwälte.

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